...

 

Lesen

Im Bereich Lesen finden Sie einen kommentierten Querschnitt von Büchern und Online-Ressourcen zur Geschichte des Kommunismus.

 

Die umfangreiche wissenschaftliche Literatur wird in der Unterkategorie Analyse gesammelt und ausgehend von wichtigen Autoren und Autorinnen sowie für die Forschung relevanten Werken laufend erweitert. Thematisch und methodisch unterschiedliche Ansätze werden berücksichtigt und inhaltlich ausgerichtete Websites vorgestellt.

 

 

 

Bei Quellen sind Hinweise auf Quelleneditionen und Online-Portale aufgelistet, über die der Zugriff auf Originalquellen möglich ist. Die Website kommunismusgeschichte.de stellt nur wenige Quellen selbst zur Verfügung, sondern lotst den User gezielt zu weiterführenden Portalen.

 

 

 

Die Biografien und Autobiografien kommunistischer Führer, Politiker und Oppositioneller werden bei Biografien eingeführt und immer in kurzen Texten angeteasert und mit Rezensionen verlinkt. Romane und Erzählungen finden Sie bei Belletristik, wo zunächst Neuerscheinungen eingepflegt werden. Alle brandneuen Bücher sind auch bei Aktuelles/News zu finden.

 

 

 

Bei LiesMich! sind die Kurzrezensionen renommierter Wissenschaftler, Historiker und Journalisten versammelt, die Ihre „Lieblingsbücher“ zur Kommunismusgeschichte vorstellen. Die Rezensionen stellen neue und alte Forschungsliteratur, Biografien und Romane vor, die es immer wieder wert sind, gelesen zu werden.

 

Sonnenfinsternis

Belletristik | Roman

Arthur Koestler

Buchcover "Sonnenfinsternis", Elsinor Verlag
Buchcover "Sonnenfinsternis", Elsinor Verlag

Arthur Koestlers berühmtester Roman Sonnenfinsternis spielt thematisch auf die stalinistischen Schauprozesse der 1930er-Jahre an. Der Roman dreht sich um den ehemaligen Volkskommissar N. S. Rubaschow, der wegen angeblicher konterrevolutionärer Verbrechen in das Visier der stalinistischen Geheimpolizei gerät. Nach und nach wird der ehemalige Volkskommissar dazu gebracht, mehrere Verbrechen gegen den Staat zu gestehen. Der Koestler deckt in dem Roman die Mechanismen mit denen totalitäre und diktatorische Systeme arbeiten auf und thematisiert die Selbstverleugnung alter Revolutionäre, die Verbrechen gestehen, obwohl sie diese nie begangen hatten. Das Buch entstand 1939 in Frankreich und wurde nach seiner Veröffentlichung von den Stalinisten bekämpft. Zunächst wurde der Roman nur auf Englisch veröffentlich. Die 1946 veröffentlichte deutsche Ausgabe basiert auf einer Rückübersetzung aus der englischen Sprache, da das Originalmanuskript als verloren galt. Im Archiv der Züricher Zentralbibliothek wurde das Originalmanuskript zu Sonnenfinsternis wiedergefunden und bildet jetzt die Basis der Neuveröffentlichung. In dieser wird die dunkle und bedrohliche Atmosphäre innerhalb des Romans noch deutlicher hervorgehoben als in der deutschen Erstausgabe. Mit seinem Roman Sonnenfinsternis verfasste Koestler 1940 als Erster einen Roman, der von dem Terror und den politischen Verfolgungen unter Stalin handelt. Koestler selbst war seit 1931 Mitglied der KP, trat aber 1938 aus der Partei aus.

Bibliografische Angabe

Arthur Koestler: Sonnenfinsternis, unveränderte Neuausgabe, Coesfeld: Elsinor Verlag 2011.