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1984

Belletristik | Roman

George Orwell

Buchcover
Buchcover

George Orwells "1984" ist ein dystopischer Roman, in welchem ein totalitärer Überwachungsstaat jegliches gesellschaftliches Leben kontrolliert. Protagonist ist Winston Smith, ein einfaches Parteimitglied, der versucht, sich in den totalitären Strukturen ein Stück Privatsphäre zu erobern und dadurch in Konflikt mit dem System gerät. Zentrales Element des Romans ist die Darstellung der Strukturen, mit denen der Staat Kontrolle über das Leben seiner Bewohner ausübt. Zentrale Elemente sind dabei die Kontrolle der Vergangenheit sowie der Sprache, durch die ein Bild der Wirklichkeit erzeugt wird, welches die absolute Machtposition des Regimes legitimiert. Hintergrund der Handlung bildet eine alternative Geschichte des 20. Jahrhunderts, in der sich drei Machtblöcke – Ozeanien, Eurasien und Ostasien – in dauerhaftem Kriegszustand gegenüberstehen. In England, dem Ort der Handlung, kam es in dieser Realität kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs zu einer sozialistischen Revolution; die Bewegung wurde in den 1970er-Jahren vom "Großen Bruder" übernommen, der einen Großteil der Parteifunktionäre beseitigen lässt und einen Personenkult um seine Person aufbaute. George Orwell, geboren 1903 als Sohn eines britischen Kolonialbeamten im indischen Motihari, Bihar und in Eton erzogen, war Polizeioffizier in Burma, Landstreicher, Tellerwäscher, Buchhändler und schließlich Reporter in Paris und London. Als Freiwilliger kämpfte der auf Seiten der Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg. Er schrieb Sozialreportagen, politische und literarische Essays, die klassische Revolutionsfabel "Farm der Tiere" sowie "1984".

Bibliografische Angabe

George Orwell: 1984, Berlin: Ullstein 1994 (1949).