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Aller Tage Abend

Belletristik | Roman

Jenny Erpenbeck

Cover des Buches "Aller Tage Abend", Verlag Knaus
Cover des Buches "Aller Tage Abend", Verlag Knaus

Fünf Leben schildert Jenny Erpenbeck in ihrem Roman „Aller Tage Abend“. Fünf Optionen des Lebens derselben Hauptfigur mit fünf Toden sollen die Bedeutung von Zufällen und die Möglichkeiten des Individuums betonen. Den Toden der Protagonistin folgen kleine „Intermezzi“, die ein wundersames Auferstehen bzw. eine Überleitung in ein neues Schicksal ermöglichen. Diese verschiedenen und doch sehr ähnlichen Geschichten sind auch fünf Einzelschicksale im Zeitgeschehen des 20. Jahrhunderts mit den Erfahrungswelten des nationalsozialistischen Regimes, des stalinistischen Terrors und der Lebenswelt in der DDR. Das halbjüdische Mädchen, das nun doch nicht gestorben ist, erscheint im nächsten Band als überzeugte Kommunistin, die vor den Nazis flieht und wird hingerichtet bzw. eben doch nicht. Kleine Details wie die Goethe-Ausgabe der Familie der Hauptfigur verbinden die Erzählungen; Jenny Erpenbecks Buch enthält aber eigentlich fünf abgeschlossene Romane.

Bibliografische Angabe

Jenny Erpenbeck: Aller Tage Abend, München: Knaus 2012.