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Das geraubte Leben des Waisen Jun Do

Belletristik | Roman

Adam Johnson

Cover des Buches "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do", Verlag Suhrkamp
Cover des Buches "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do", Verlag Suhrkamp

Der Roman „Das geraubte Leben des Waisen Jun Do“ thematisiert nordkoreanische Identitätskonstrukte anhand der Geschichte des Protagonisten. Der amerikanische Autor Adam Johnson schildert das Leben des im Waisenhaus aufgewachsenen Jun Do, welcher in einer auf familiären Beziehungen basierenden Gesellschaft ein Leben ohne Rechte und eigene Identität führt. Durch eine Verkettung von Zufällen muss er einen nordkoreanischen Politiker in Texas doubeln und landet mehrmals im Gulag. Er übernimmt die Identität eines dort einsitzenden Kommandanten und trifft schließlich auch dessen Frau, mit der er eine Liebesbeziehung eingeht. Der Roman präsentiert die Ausschaltung jeglicher Individualität als oberstes Ziel des Regimes in Pjöngjang und den Protagonisten Jun Do als zähe Persönlichkeit, die sich der Gleichschaltung und Indoktrination entzieht. Für sein mit satirischen Elementen angereichertes Werk erhielt Adam Johnson im Jahr 2013 den Pulitzer-Preis für den besten Roman und den Dayton Literary Peace Prize.

Bibliografische Angabe

Adam Johnson: Das geraubte Leben des Waisen Jun Do, Berlin: Suhrkamp 2013.