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Das schwarze Pferd. Roman aus dem Russischen Bürgerkrieg

Belletristik | Roman

Boris Sawinkow

Cover des Buches "Das schwarze Pferd"
Cover des Buches "Das schwarze Pferd"

Boris Sawinkows Roman Das schwarze Pferd spielt in den Wirren des Russischen Bürgerkrieges. Der Autor lässt seinen Protagonisten, einen weißrussischen Offizier, in apokalyptischen Szenen immer tiefer in den Wahnsinn des Bürgerkriegs geraten, in dem zwar jeder gegen jeden kämpft - aber kaum einer wirklich weiß, wofür. Zunächst brutaler Vorgesetzter, der seine Untergebenen erbarmungslos und ohne erkennbares Ziel durch die Weiten Russlands treibt, schließt er sich im Laufe der Handlung Banditen an und landet schließlich in Moskau.

In der teils paradox erscheinenden Handlung lässt sich der Protagonist als Alter Ego des Autors ausmachen: Sawinkow kämpfte zunächst als Sozialrevolutionär gegen die Zarenherrschaft. 1917 noch zum stellvertretenden Kriegsminister unter der provisorischen Regierung Kerenskis geworden, wandte er sich nach der Oktoberrevolution als überzeugter Feind des Sowjetsystems gegen die Bolschewiki. Sawinkow, der an vielen Attentaten auf politische Gegner beteiligt war, starb 1925 in sowjetischer Haft.

Das schwarze Pferd erschien 2017 erstmalig auf Deutsch in einer Übersetzung von Alexander Nitzberg.

Bibliografische Angabe

Boris Sawinkow (W. Ropschin): Das schwarze Pferd. Roman aus dem russischen Bürgerkrieg. Aus dem Russischen übersetzt, kommentiert und mit ergänzendem Material versehen von Alexander Nitzberg. Berlin: Galiani. 2017.