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Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus

Belletristik | Roman

Swetlana Alexijewitsch

Cover des Buches " Secondhand-Zeit", Verlag Hanser
Cover des Buches " Secondhand-Zeit", Verlag Hanser

Russland lebe in einer Zeit des „Secondhand“ der gebrauchten Ideen und Worte. So schildert die Autorin das „Leben auf den Trümmern des Sozialismus“. Das postsowjetische Land sucht noch immer nach einer neuen Identität und glorifiziert hierzu vergangene Zeiten. Besonders unter Jüngeren gilt Stalin wieder als großer Staatsmann. Der im Westen gefeierte Gorbatschow gilt vielen Russen heute als verhasster Feind, der ihr Imperium stürzte. Swetlana Alexijewitsch lässt in ihrem Buch Menschen ihre Geschichten und Meinungen erzählen, die sich von der Politik vergessen fühlen. Sie spricht mit Frauen, die in der Roten Armee gekämpft haben, mit Gulag-Häftlingen, Funktionären, Künstlern, Stalinisten und „Küchendissidenten“. Ihr Werk ist am ehesten als dokumentarischer Roman zu lesen, auch wenn eine Einordnung nicht leicht fällt. Für ihre Darstellung der Spuren dessen, was das gescheiterte kommunistische Experiment in der Sowjetunion mit den Menschen angerichtet hat, erhielt sie den Literaturnobelpreis 2015.

Bibliografische Angabe

Swetlana Alexijewitsch: Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus, Berlin: Hanser 2013.