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Spiritus

Belletristik | Roman

Ismail Kadare

Buchcover
Buchcover

Der Roman „Spiritus“ des albanischen Autors Ismail Kadare handelt von einem zunehmend erblindenden Geheimdienstleiter – und den daraus resultierenden immer wahnwitziger anmutenden Lauschangriffen, die der Geheimdienst auf die Bevölkerung verübt. Im Zentrum des Romans steht die neue Abhörtechnik, die „Ohren des Todes“ die, so scheint es, selbst die Stimmen der Toten belauschen und somit jegliche nur denkbar existente Form staatskritischer Gespräche unterbinden. Ungeachtet solch fantastischer Aspekte des Romans findet sich die Handlung in einer durchaus realistischen Beschreibung des albanischen Staates zur Zeit des Regimes Enver Hoxha wieder, dessen Geheimdienste in ihrer Bespitzelung der Bevölkerung ähnlich absurde Züge wie die im Buch geschilderten annahmen. Ismail Kadara wurde 1936 in der südalbanischen Stadt Gjirokastra geboren und lebte bis 1990 in Tirana. Der literarische Durchbruch gelang ihm mit dem Roman „Der General der toten Armee“.

Bibliografische Angaben

Ismail Kadare: Spiritus, Ammann Verlag: Zürich 2007