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Wo der Hund begraben liegt

Belletristik | Roman

Pavel Kohout

Der autobiographische Roman "Wo der Hund begraben liegt" des tschechisch-österreichischen Schriftstellers Pavel Kohout erzählt von den Erlebnissen des Autors und seiner Frau, Jelena Mašínová, zur Zeit der "Normalisierung nach dem Prager Frühling" in der Tschechoslowakei bis zu ihrer Ausweisung im Jahr 1979. Die Handlung des Romans ist in einen vom tschechischen Geheimdienst initiierten Kriminalfall eingebettet, welche dramaturgisch in einem Mordanschlag auf den Dackel des Ehepaares gipfelt. Auch die Entstehung der Charta 77 findet in der Geschichte ihren Platz und so ergeben sich ausführliche Beschreibungen des Alltages unter einer sozialistischen Diktatur sowie des Verfolgungsschicksals führender tschechischer Dissidenten. Der Memoir-Roman zeigt wie der Staat reagierte, um auf das Leben des einzelnen oder einer Gruppe einzuwirken: Die Sprecher und Anhänger der Bürgerrechtsbewegung „Charta 77“ wurden mundtot gemacht. Jene, die sich beharrlich weigerten einen Fuß außer Landes zu setzen, kamen ins Gefängnis und wer wie Pavel Kohout und seine Frau das Wagnis einging, eine Auslandsreise in Anspruch zu nehmen, wurde nie wieder in das Land hineingelassen.

Bibliografische Angabe

Pavel Kohout: Wo der Hund begraben liegt. München: Albrecht Knaus Verlag, 1. Aufl. 1987.