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Franz Marek. Beruf und Berufung Kommunist

Biografie | Biografie

Maximilian Graf, Sarah Knoll

Franz Marek: Beruf und Berufung Kommunist, Screenshot vom Buchcover
Franz Marek: Beruf und Berufung Kommunist, Screenshot vom Buchcover

Dieser Band zeugt vom 20. Jahrhundert als "Zeitalter der Extreme" und gibt nicht nur einen ausführlichen Einblick in das Leben Franz Mareks, sondern auch in die Lebenswelt der Wiener Reformkommunisten.
Franz Marek wurde 1913 mit dem Namen Ephraim Feuerlicht in Przemyśl geboren. Seine polnisch-jüdische Familie floh vor den Kampfhandlungen des ersten Weltkrieges nach Wien, wo er schon früh mit dem Marxismus in Kontakt kam und Kommunist wurde. Führend im Widerstand gegen das Dollfuß-Schuschnigg-Regime, war er unter seinem Kampfnamen Franz Marek auch in der französischen Résistance tätig und kehrte 1945 als "glühender Stalinist" nach Österreich zurück. Dort kämpfte er weiter für den Sieg des Sozialismus, wurde aber ab 1956 durch die Aufdeckung der Verbrechen Stalins, sowie der Verfasstheit der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) und der kommunistischen Weltbewegung zunehmend desillusioniert. Der einst führende Intellektuelle der KPÖ entwickelte sich zum Kritiker der Sowjetunion und zum Reformkommunisten von europäischem Format. 1968 brach er endgültig mit der Partei und wurde Chefredakteur der linken Monatszeitschrift "Wiener Tagebuch".

Bibliografische Angabe

Maximilian Graf, Sarah Knoll (Hrsg.): Franz Marek. Beruf und Berufung Kommunist, Wien: Mandelbaum Verlag 2017.