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Lenin. Eine Biographie

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Stefan T. Possony

Buchcover Stefan T. Possony: Lenin. Eine Biographie
Buchcover Stefan T. Possony: Lenin. Eine Biographie

Stefan Thomas Possony, ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Militärstratege, legte 1964 eine mit kriminalistischem Scharfsinn psychologischer Intuition und historischer Objektivität verfasste Lenin-Biographie vor, urteilt ein Rezensent. Die deutsche Ausgabe erschien zwei Jahre später. Possony gelingt die Dekonstruktion des Mythos Lenin, wobei er sich u.a. auf Akten des deutschen, österreichischen und japanischen Auswärtigen Amtes stützt. Er schildert akribisch das Leben des Diktators und kommt zu der Erkenntnis, dass nicht erst Stalin, sondern bereits Lenin die Idee des Sozialismus pervertierte. Eingehend widmet sich Possony der Krankheits- und Leidensgeschichte Lenins. Es sei tragisch, dass er gerade in jenem Moment von der politischen Bühne abtreten musste, als er aus seinen bisherigen Irrtümern und Fehlschlägen die Konsequenzen ziehen wollte. Lenin sei deshalb als ein tief enttäuschter Mann gestorben, der, hätte er länger gelebt, den stalinistischen Säuberungen zum Opfer gefallen wäre, so Possony.

Bibliografische Angabe

Stefan T. Possony: Lenin. Eine Biographie, Köln: Verl. Wiss. u. Politik 1965.