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De profundis. Vom Scheitern der Russischen Revolution

Quellen | Quellenedition

Ulrich Schmid (Hrsg.)

Cover des Buches "De profundis. Vom Scheitern der Russischen Revolution", Verlag Suhrkamp
Cover des Buches "De profundis. Vom Scheitern der Russischen Revolution", Verlag Suhrkamp

Schon bald nach der Machtergreifung der Bolschewiki durch die Oktoberrevolution führten die neuen Machthaber die Zensur der Presse ein, worauf die Druckereien unter staatliche Kontrolle gestellt wurden. Aus diesem Grund konnte das Buch mit dem Originaltitel „Iz glubiny. Sbornik statej o russkoj revoljjucii“, das von Historikern und Intellektuellen als Lagebericht der zeitgenössischen Situation verfasst war, bereits nicht mehr erscheinen. Zu kritisch äußerten sich die elf Autoren über die ideologischen Positionen der Bolschewiki sowie die Oktoberrevolution selbst und zu sehr glorifizierten sie die Vorstellung eines „ewigen Russlands“, das auch das Zarenreich miteinschloss. Aus diesem Grund wurde ihr Werk erstmalig 1967 in einem Pariser Exilverlag veröffentlicht. Die Autoren erlebten diese Veröffentlichung nur zum Teil: Sieben waren ins Exil verbannt, zwei von ihnen waren getötet worden und zwei starben eines natürlichen Todes in Russland. Ihre von Ulrich Schmid nun herausgegebene Schrift mit dem neuen Titel „De Profundis. Vom Scheitern der Russischen Revolution“ wurde erstmals ins Deutsche übersetzt und mit einer Einleitung von Karl Schlögel kontextualisiert und erläutert.

Bibliografische Angabe:

Ulrich Schmid (Hrsg.): De profundis. Vom Scheitern der Russischen Revolution, Berlin: Suhrkamp 2017.