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Dokumentarfilme

El Muro Chileno

Matthias Meier Surrey und Maria Paz Salas

Die Dokumentation „El Muro Chileno“ (Die chilenische Mauer) widmet sich denjenigen Chileninnen und Chilenen, die nach dem Militärputsch in Chile im Jahr 1973 in die DDR flüchten. Die Kernfrage, die die zahlreichen Interviews stellen, ist die nach dem Verhältnis der chilenischen Geflüchteten zur innerdeutschen Grenze als Symbol der totalitären Regierung der DDR. Nachdem in in Chile die sozialistische Regierung Salvador Allendes nach nur drei Jahren durch einen durch die Vereinigten Staaten unterstützen Militärputsch gestürzt wurde, sahen sich viele Anhängerinnen und Anhänger von Allendes Partei Unidad Popular gezwungen, das Land zu verlassen. Die DDR, von vielen der Geflüchteten zunächst als sozialistisches Paradies wahrgenommen, empfing sie mit offenen Armen. Doch was bedeutet es für die Geflüchteten, sich erfolgreich einem repressiven Regime entzogen zu haben – und sich nun in einem Staat, der durch eine Mauer hermetisch abgeriegelt ist, wiederzufinden? In zahlreichen Gesprächen spüren Matthias Meier Surrey und Maria Paz Salas dieser Frage nach. Die Dokumentation wurde 2010 beim Internationalen Filmfestival „Puntos de Vista“ an der Texas State University mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Der Film ist bei Youtube auf Spanisch mit englischen Untertiteln verfügbar.

Dokumentarfilm

The Challenge of Ideas

Bereits nach der Russischen Oktoberrevolution 1917 trat der ideologische Gegensatz zwischen der Sowjetunion und den USA deutlich hervor, dennoch kämpften die westlichen Großmächte während des 2. Weltkrieges gemeinsam mit der Ostmacht als Alliierte auf derselben Seite gegen Hitler-Deutschland. Doch schon bald nach dem Krieg zerfiel das Bündnis. Nicht nur die alten weltanschaulichen Gegensätze machten sich wieder bemerkbar: Auf der einen Seite standen die kapitalistisch-marktwirtschaftlich orientierten Demokratien, auf der anderen die kommunistische Diktatur des brutalen Machtmenschen Josef Stalin. Auch die außenpolitischen Interessen waren zu unterschiedlich.  Die Jahrzehnte lang andauernde Auseinandersetzung zwischen beiden Machtblöcken verlief auf wirtschaftlichem, diplomatischem, ideologischem, technologischem, kulturellem und sportlichem Gebiet. Dieser amerikanische Propagandafilm analysiert die grundlegenden ideologischen Unterschiede zwischen den USA und den kommunistischen Staaten ausführlich und beschreibt dabei die Ziele und Techniken, die von der Sowjetunion verwendet wurden, um die Völker der Welt zu beeinflussen.

Filmcover Lenin - Drama eines Diktators

Dokumentarfilm

Lenin - Drama eines Diktators

Ullrich Kasten/Hans-Dieter Schütt

Der ARTE-Dokumentarfilm aus dem Jahr 2012 zeigt den Lebensweg von Wladimir Iljitsch Uljanow, der unter dem Namen Lenin berühmt und berüchtigt wurde. Regisseur Ullrich Kasten veranschaulicht mithilfe von unveröffentlichtem Archivmaterial und Bildern von den Originalschauplätzen, wie sich der bürgerliche Student politische radikalisierte, nach Europa ins Exil ging und sich schließlich an die Spitze der bolschewistischen Bewegung setzte. Er wollte Russland modernisieren, den Sozialismus weltweit verbreiten und die unterdrückten Völker der Erde befreien. Doch der Theoretiker, Staatsgründer und Vorgänger Stalins schuf nicht nur das sowjetische Imperium, sondern auch eine neue Art der Diktatur – die, der Partei – und opferte Millionen Menschenleben für den Erhalt seiner Macht. Der Film vermittelt ein neues und differenzierteres Bild dieses Diktators.

Online-Dossier zu Kein Gott, kein Herr! Eine kleine Geschichte der Anarchie in der Arte-Mediathek, Screenshot

Dokumentarfilm

Kein Gott, kein Herr! Eine kleine Geschichte der Anarchie

2-teilige Dokumentation von Tancrède Ramonet

Der zweiteilige Dokumentarfilm von Tancrède Ramonet beschäftigt sich mit der Geschichte der Anarchie von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges. Die Grundthese und Intention des Filmes ist, eine klarere Differenzierung zwischen Kommunismus und Anarchismus darzustellen und die Bewegung als historisch und auch theoretisch wie philosophisch wirkmächtiger zu zeichnen, als dies im kollektiven Gedächtnis der Fall ist. Dabei stützt sich der Film auf Archivdokumente und Interviews mit Historikern und weiteren Experten. Es wird versucht eine globalgeschichtliche Ereignisgeschichte zu schreiben. Der erste Teil trägt den Untertitel Lust an der Zerstörung (1840–1914), der zweite Teil Erinnerung der Besiegten (1911–1945).

Dokumentarfilm

Der Kommunismus – Geschichte einer Illusion

Christian Weisenborn, Peter Glotz

Die dreiteilige Fernsehproduktion aus dem Jahr 2004 dokumentiert die Geschichte vom Aufstieg und Verschwinden des Kommunismus im 20. Jahrhundert. Die von der Bavaria Film GmbH produzierte und von Peter Glotz und Christian Weisenborn redaktionell konzipierte Dokumentation stellt die kommunistische Idee in den Mittelpunkt. War diese an sich falsch oder ist lediglich ihre Umsetzung gescheitert? Warum hat eine große Zahl westlicher Intellektueller mit der Idee vom Kommunismus sympathisiert und deren Verwirklichung unterstützt? Der erste Teil „Sieg der Revolution“ befasst sich mit dem Wirken des ersten kommunistischen Führers Wladimir Iljitsch Lenin. Im zweiten Teil, „Aufstieg zur Supermacht“, wird die Stalin-Ära beleuchtet, und im dritten Teil, „Zerfall der Macht“, das Ende des Systems bis zum Rücktritt des letzten kommunistischen Präsidenten der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, im Dezember 1991dargestellt.

Atelier von Professor Wu Weishan, (c) PeterDörfler/Arte/DasErste

Dokumentarfilm

Marx und seine Erben

Peter Dörfler | bis zum 26.07.2018

Der Politiker, Philosoph, Journalist und Ökonom Karl Marx wäre am 5. Mai 200 Jahre alt geworden. Anlässlich des Marx-Jubiläums fragt die Dokumentation nach der Wirkmächtigkeit marxistischer Theorie in Geschichte und Gegenwart. Viele Bewegungen, Parteien und Staaten haben ihr politisches Handeln mit den Analysen von Marx legitimiert. Die Dokumentation wirft einen Blick auf historische Beispiele wie Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, die russische Revolution 1917, den langen Marsch Mao Zedongs in China, die sozialistischen Diktaturen in Osteuropa nach 1945 oder nationale Befreiungsbewegungen in Südamerika. Die Dokumentarfilmer beziehen auch die heutige kommunistische Volksrepublik China in den Film ein und lassen neben Historikerinnen und Historikern auch sich auf Marx beziehende Menschen wie die Fraktionschefin der LINKEN, Sarah Wagenknecht, den französischen KP-Vorsitzenden Emanuel Laurent, ATTAC-Mitgründer Werner Rätz oder den ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis zu Wort kommen. Peter Dörfler ist Autor und Regisseur, Produzent ist Dr. Stefan Pannen. Die Dokumentation können Sie vom 26. April bis 26. Juli 2018 hier ansehen oder an folgenden Sendeterminen: 28.04. um 21.45 Uhr                          ARTE30.04. um 23.30 Uhr                          DAS ERSTE02.05. um 23.25 Uhr                          WDR05.05. um 16.15 Uhr                          DW06.05. um 10.45 Uhr                          SWR06.05. um 22.25 Uhr                          MDR

Dokumentarfilm

A Second World

Ruben Woodin Dechamps, Oscar Hudson

Der Film stellt die Geschichte von Ljuba Stojanovic dar, einem alten serbischen Mann, der mit einer kommunistisch-utopisch fremden Welt kommuniziert. Parallel zur Darstellung einer Reihe von epischen und wunderschönen, aber weitgehend aufgegebenen jugoslawischen Kriegsdenkmälern, geht es in der Kollaboration der beiden Filmemacher Ruben Woodin DeChamps und Oscar Hudson um die Verknüpfung des Persönlichen mit dem Nationalen. Ljuba Stojanovic lebt allein im kleinen Dorf Tržac und ist im täglichen Kontakt mit Brüdern des fernen Planeten Asomaljia. Zudem hat er eine spezielle fliegende Untertasse erfunden und besitzt eine detaillierte Karte der fernen Galaxie, in der die Bewohner ein "besseres" Leben führen. "Die Männer auf dem Planeten arbeiten hauptsächlich in Fabriken, aber nach sechs Stunden Arbeit gehen sie nach Hause und gießen die Blumen vor ihren Häusern. Sechs Stunden Arbeit, mehr nicht. Eine ganz neue Welt!", so Stojanovic.Im ehemaligen Jugoslawien erforscht "A Second World" die Konsequenzen und das symbolische Erbe des Zusammenbruchs einer Nation und vermittelt mit beeindruckenden Bildern das lebhafte Gefühl des Verlustes, der Desillusionierung und der Nostalgie, die den Balkan und die dort lebenden Menschen durchdringt.

Filmcover The Soviet Story

Dokumentarfilm

The Soviet Story

Edvīns Šnore

Der 2008 erschienene Dokumentarfilm „The Soviet Story“ beschäftigt sich mit dem sowjetischen Kommunismus und der sowjetisch-deutschen Kollaboration vor 1941. Anhand von Interviews mit westlichen und russischen Historikern, Dissidenten, Politikern sowie Tätern und Opfern des sowjetischen Terrors betont der Film die philosophischen, politischen und strukturellen Parallelen zwischen dem nationalsozialistischen und dem sowjetischen Machtgefüge. Durch seine provokanten Thesen und die explizite bildhafte Darstellung von Opfern und Toten löste der Film in zahlreichen europäischen Ländern Kontroversen aus.„The Soviet Story“ erhielt sehr ambivalente Kritiken. So rezensierte Bogdan Musial für Deutschlandfunk Kultur: „Der Film ist fesselnd, mutig und kompromisslos; er verstößt gegen die überkommene und politisch korrekte Deutung der Geschichte des 20. Jahrhunderts und zerstört viele bis heute lebendige Mythen. Er ist zu empfehlen nicht nur für Historiker und interessierte Laien, sondern auch für Politiker, die nach wie vor die kommunistische Ideologie unterschätzen oder verharmlosen.“ Karsten Brüggemann konstatiert wiederum, der Film richte sich an eine westliche Öffentlichkeit, „um dort das angeblich herrschende Tabu zu brechen, über die sowjetischen Verbrechen nicht berichten zu dürfen. So umgibt dieses Werk eher eine aufklärerische denn eine anklagende Aura, die aber gezielt eingesetzt wird. Die Nazis werden nicht verharmlost, aber doch kaum behandelt. […] Klar ist das Ziel dieses Films: Durch die Gleichstellung der Täter soll im europäischen Kontext endlich auch die Gleichstellung der Opfer erreicht werden.“ (Karsten Brüggemann: Gefangen in sowjetischen Denkmustern? In: Geschichtspolitik im erweiterten Ostseeraum und ihre aktuellen Symptome. Hrsg. von Oliver Rathkolb und Imbi Sooman. Göttingen 2011, S. 121-133, hier: S. 132f.)

Dan Slobin, ein Amerikaner in Moskau. Augenblicke der Weltgeschichte, Screenshot aus ARTE-Mediathek

Filmdokument

Dan Slobin, ein Amerikaner in Moskau

Jerôme Lambert, Philippe Picard

Dieser Teil der Sendereihe Augenblicke der Weltgeschichte der Regisseure Jerôme Lambert und Philippe Picard wurde 2015 für den deutsch-französischen Fernsehsender ARTE-France produziert. Die Sendereihe versucht wichtige Ereignisse der Geschichte aus der Mikroperspektive anhand von Egodokumenten zu erzählen. In der Sendung Dan Slobin, ein Amerikaner in Moskau geht es um den amerikanischen Studenten Slobin, der sich in der Zeit der Entstalinisierung in Moskau als Reiseführer aufhält. Es eröffnet in der sowjetischen Hauptstadt eine Ausstellung zum "American Way of Life", für die Slobin aufgrund seiner Sprachkenntnisse im Auftrag der amerikanischen Regierung als Guide arbeitet. Er hält seinen Aufenthalt im Moskau der beginnenden Chruschtschow-Ära mit vielen Fotos fest. Diese Fotos, sowie Texte von Slobin bilden die Grundlage für diese Dokumentation, die ein eindrückliches Bild von Moskau in den 1950er-Jahren zeichnet.

Dokumentarfilm

Der lange Schatten des Josef Stalin

Thomas Johnson, Marie Brunet-Debaines

Der finnisch-französische ARTE-Dokumentarfilm aus dem Jahr 2013 geht dem Mythos Stalin nach, der auch im heutigen Russland weiter existiert. Regisseur Thomas Johnson, der als Journalist in der Sowjetunion gelebt und gearbeitet hat, beleuchtet die Gründe des Kults um den früheren Diktator und zeigt, wie dieser instrumentalisiert wird, um die Ideen von einem großen russischen Reich und die Ablehnung westlicher Demokratien in der Gegenwart zu stärken. Der Film stützt sich auf Forschungsarbeiten und Materialien, die von der Menschenrechtsorganisation Memorial seit Ende der 1980er-Jahre angefertigt und gesammelt wurden. Zahlreiche Archivdokumente sowie Berichte von ehemaligen GULag-Häftlingen veranschaulichen die lange verdrängte Geschichte des sowjetischen Terrorregimes, dessen gesamtgesellschaftliche Aufarbeitung in Russland bis heute aussteht.

Flyer der Veranstaltung (c) Bundesstiftung Aufarbeitung

Dokumentarfilm

Moskau. Lubjanka. Ein Platz mit Geschichte.

Kerstin Nickig

Die Dokumentation von Kerstin Nickig über den zentralen Platz in Moskau entstand als Co-Produktion von Time Prints und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Der Lubjankaplatz im Zentrum von Moskau: über Jahrzehnte der Hauptsitz des russischen Geheimdienstes. Die „Lubjanka“: ein Synonym für massenhafte willkürliche Verhaftungen, Folterungen und Erschießungen. In fast jeder Familie finden sich Opfer oder Täter. Der Lubjankaplatz steht aber auch für den Beginn eines demokratischen Aufbruchs Anfang der neunziger Jahre, der die Aufarbeitung der totalitären Vergangenheit einforderte. Hier wurde das Denkmal des Gründers des ersten Geheimdienstes nach der Oktoberrevolution Felix Dserschinski gestürzt. Hier errichteten Bürgerrechtler den Solowetski-Stein, den ersten Gedenkstein für die Opfer politischer Verfolgung in der Sowjetunion.Das Filmteam begegnet auf dem Lubjankaplatz sehr verschiedenen Menschen, deren Vergangenheit und Gegenwart mit jeweils einer bestimmten Adresse an diesem Ort verbunden sind. Die einzelnen Episoden fügen sich collageartig zu einem Porträt des Platzes zusammen. In den Stimmen der Protagonisten spiegelt sich die russische Gesellschaft – gespalten in ihrem Blick auf die Vergangenheit und damit in ihrer Vorstellung von der Zukunft.  Der Film läuft am Sonntag, den 29. April 2018 um 22:55 Uhr im RBB und ist anschließend in der Mediathek des Senders abrufbar.

Dokumentarfilm

The Truth About Communism

Sidney Fields

Vom ehemaligen US-Präsidenten (1981-1989) Ronald Reagan erzählt und präsentiert, thematisiert der Beitrag "The Trouth About Communism" das Wachstum und die Entwicklung der kommunistischen Bewegung auf der ganzen Welt. Mit einer Einführung des russischen Politikers Alexander Kerensky findet die Dokumentation aus dem Jahr 1962 ihren Anfang beim kommunistischen Manifest, führt anschließend nach Russland im Jahr 1917 und erzählt letztlich von den Auswirkungen der kommunistischen Bewegung und der daraus hervorgegangenen Herrschaftssysteme. Zudem greift der Film die Überlegung auf, warum eine Co-Existenz von Kapitalismus und Kommunismus nicht möglich ist und weshalb es keinen goldenen Mittelweg gibt und beantwortet die Frage danach mittels Betrachtung der historischen Geschehnisse. Das ursprüngliche Ziel, eine herrschaftsfreie und klassenlose Gesellschaft zu errichten, endete mit weltweiten Konflikten, unzähligen Repressionen, Massenverbrechen und verzweifelten, statt gesellschaftlich gleichgestellten, freien Menschen.

Screenshot der ZDF-Dokumentation "Gefangen im Kreml - Die russischen First Ladies"

Dokumentarfilm

Gefangen im Kreml - Die russischen First Ladies

Annette Baumeister

Die ZDF-History Dokumentation „Gefangen im Kreml - Die russischen First Ladies“ thematisiert die „Kremlfrauen“. Als im Zuge der Russischen Revolution 1917 Frauen als gleichberechtigt erklärt werden, scheint das Land, das am Beginn eines blutigen Bürgerkrieges steht, das fortschrittlichste der Welt zu sein. Frauen erhalten das aktive und passive Wahlrecht und können nun studieren. Diese Möglichkeiten nehmen zahllose Frauen wahr, auch die Ehefrau Lenins, Nadeschda Krupskaja. Doch Stalin sorgte dafür, dass Frauen aus dem politischen Leben wieder verschwanden, entmachtete Krupskaja und verbot seiner eigenen Ehefrau Nadeschda Allilujewa, öffentlich aufzutreten. Der Diktator verordnete den „Kremlfrauen“ eine traditionelle Lebensweise, die bis heute gilt. Auch Nina Petrowna, Lebensgefährtin von Nikita Chruschtschow und Viktoria Breschnewa, Ehefrau von Leonid Breschnew, bleibt das Ergreifen eines Berufs verboten; sie verbringen ihr Leben zu Hause. Erst Ljudmila Putina gelingt es, die strikten Vorschriften zu überwinden.Die Dokumentation ist noch bis zum 12. Juli 2017 bei arte.tv online verfügbar.

Screenshot ZDF-Doku Aufstieg und Fall des Kommunismus

Dokumentarfilm

Aufstieg und Fall des Kommunismus

Michael Kloft

In der zwölfteiligen Reihe „Aufstieg und Fall des Kommunismus“ ergründet der Autor Michael Kloft die Idee des Kommunismus und porträtiert dessen prominenteste Vertreter und Aktivisten. Die ZDF-Dokumentation spürt den Ursprüngen des Kommunismus nach und verfolgt seine Geschichte über den Ausbruch und die Auswirkungen der Russischen Revolution, den stalinistischen Terror, Maos Propaganda, den Guerillakrieg Che Guevaras und fragt schließlich nach den Überresten der kommunistischen Idee angesichts der „Krise des Kapitalismus“. Der Autor und sein Team bereisten die großen Schauplätze der Geschichte des Kommunismus, allen voran Moskau und St. Petersburg, aber auch Kuba und Vietnam und sprachen mit dem Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Frankreichs über die Zukunft der Ideen von Karl Marx und Friedrich Engels. Die Dokumentation wird unterstützt von Zeitzeugen und Historikern, die wichtige Abschnitte der Geschichte des Kommunismus kommentieren. Die ersten sechs Folgen der Reihe wurden im ersten Halbjahr 2017 ausgestrahlt und können in der Mediathek des ZDF angeschaut werden. Die nächsten Folgen der Sendereihe werden im zweiten Halbjahr zum 100-jährigen Jahrestag der Oktoberrevolution ausgestrahlt.

Filmstill aus "Der große Weg"

Stummfilm | Dokumentarfilm

Der große Weg

Esfir Schub

Der anlässlich des 10. Jahrestages der Oktoberrevolution gedrehte Dokumentarfilm „Der große Weg“ sollte die Errungenschaften des Sozialismus sichtbar machen. So sind vor allem neu errichtete Industrieanlagen, Universitäten und Kinderkrippen, aber auch die zunehmend industrialisierte Landwirtschaft und die militärische Ausbildung der Roten Armee zu sehen, die mit Filmmaterial über das Zeitgeschehen in Europa und Asien verbunden werden. Erstmals wurden dem sowjetischen Publikum in „Der große Weg“ auch Szenen aus Lenins Privatleben gezeigt. Die Regisseurin Esfir (Esther) Schub (1894–1959) gilt als Pionierin des Dokumentarischen Kompilationsfilms, in dem vorhandenes Filmmaterial so montiert wird, dass es der intendierten Aussage des Filmemachers entspricht. Nachdem Schub zunächst ausländische und vorrevolutionäre Filme geschnitten und untertitelt hatte, arbeitet sie später eng mit dem Regisseur Sergej Eisenstein zusammen. Insbesondere Eisensteins „Panzerkreuzer Potemkin“ (1925) brachte sie auf die Idee, mit zeitgenössischem Filmmaterial geschichtliche Zusammenhänge darzustellen. Viele spätere Dokumentarfilmer orientierten sich an ihren Arbeiten.

Filmplakat von 1917 – Der wahre Oktober, Maxim Film Deutschland 2017

Animation

1917 – Der wahre Oktober

Katrin Rothe

Die zweifache Grimme-Preisträgerin Katrin Rothe wertet in ihrem neuen Film unbekanntes Quellenmaterial aus. Sie versucht sich an einer alternativen Erzählung der russischen Revolution, indem sie die Perspektive russischer Künstler und Küntlerinnen in St. Petersburg des Jahres 1917 einnimmt. Die Lyrikerin Sinaida Hippius, der Maler und Kritiker Alexander Benois, der international anerkannte Schriftsteller Maxim Gorki, der umtriebige Avantgardist und Soldat Kasimir Malewitsch und der 25-jährige exzentrische Dichter Wladimir Majakowski werden in dem Film porträtiert. Der Dokumentarfilm hält sich dabei an vorliegende schriftliche Erzeugnisse. Die Regisseurin hat sich bei der Realisierung des Projekts für den Stil der Animadok (dokumentarischer Animationsfilm) entschieden. Dadurch werden die Stimmen der Künstler und Künstlerinnen, die in dem Film zu Wort kommen durch visuelles Material ästhetisch untermalt.

Filmplakat von The Spanish Earth (1937)

Dokumentarfilm

Spanische Erde

Joris Ivens

Die Dokumentation des niederländischen Kommunisten und Dokumentarfilmers Joris Ivens beschäftigt sich mit dem spanischen Bürgerkrieg. Der Film wurde klar mit der Intention produziert, Truppen für die republikanische Seite des Bürgerkrieges zu mobilisieren und gilt als eindrucksvolles Zeitdokument für kommunistische Propaganda im Film. Das Drehbuch wurde von John Dos Passos und Ernest Hemingway geschrieben. Als Sprecher in der englischen Originalversion fungierte Orson Wells. Der Film nimmt neben dem Kriegsgeschehen auch die schweren Arbeitsbedingungen in ländlichen Gegenden Spaniens in den Blick und zeigt in verklärender Weise sozialistische Organisierungsversuche. Gerade durch die Beteiligung bekannter Intellektueller, gilt der Film auch heute noch als Klassiker des Propagandafilms und hat zur Mythenbildung der Interbrigaden im spanischen Bürgerkrieg beigetragen.

Screenshot ZDF-Doku Karl Marx und der Klassenkampf

Didaktisches Material | Dokumentarfilm

Karl Marx und der Klassenkampf. Vordenker des Kommunismus

Peter Hartl

In der zweiten Staffel der ZDF-Dokumentationsreihe „Die Deutschen“ stellt der Regisseur Peter Hartl Karl Marx ins Zentrum. Der Vordenker des Kommunismus wird gespielt von Oliver Boysen. Wie kein anderer Deutscher seit Luther habe Marx mit seinen Werken den Lauf der Geschichte geprägt. Inspiriert von Friedrich Engels, schrieb Marx 1848 das Kommunistische Manifest, das die theoretische Grundlage für eine internationale Arbeiterbewegung, später für neue Parteien, Revolutionen und soziale Bewegungen darstellte. 1818 in Trier geboren, lebte, studierte und arbeitete Marx in Berlin und Köln, musste ins Exil nach Paris und Brüssel gehen und starb 1883 als noch unbekannter Autor in London. Die Anregungen für eine schülergemäße Auseinandersetzung mit seiner Biographie und Teilen seiner Lehre finden sich in dem Begleitmaterial zum Film. Die didaktisch-methodischen Hinweise zielen auch darauf ab, die Frage nach der Verantwortung von Marx für die im Namen des Marxismus begangenen Verbrechen in der Geschichte des 20. Jahrhunderts zu diskutieren.