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Der große Weg

Dokumentarfilme | Stummfilm | Dokumentarfilm

Esfir Schub

Filmstill aus "Der große Weg"
Filmstill aus "Der große Weg"

Der anlässlich des 10. Jahrestages der Oktoberrevolution gedrehte Dokumentarfilm „Der große Weg“ sollte die Errungenschaften des Sozialismus sichtbar machen. So sind vor allem neu errichtete Industrieanlagen, Universitäten und Kinderkrippen, aber auch die zunehmend industrialisierte Landwirtschaft und die militärische Ausbildung der Roten Armee zu sehen, die mit Filmmaterial über das Zeitgeschehen in Europa und Asien verbunden werden. Erstmals wurden dem sowjetischen Publikum in „Der große Weg“ auch Szenen aus Lenins Privatleben gezeigt. Die Regisseurin Esfir (Esther) Schub (1894–1959) gilt als Pionierin des Dokumentarischen Kompilationsfilms, in dem vorhandenes Filmmaterial so montiert wird, dass es der intendierten Aussage des Filmemachers entspricht. Nachdem Schub zunächst ausländische und vorrevolutionäre Filme geschnitten und untertitelt hatte, arbeitet sie später eng mit dem Regisseur Sergej Eisenstein zusammen. Insbesondere Eisensteins „Panzerkreuzer Potemkin“ (1925) brachte sie auf die Idee, mit zeitgenössischem Filmmaterial geschichtliche Zusammenhänge darzustellen. Viele spätere Dokumentarfilmer orientierten sich an ihren Arbeiten.