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Der "Prager Frühling". Der Versuch, dem Sozialismus Menschlichkeit zu verleihen

Dokumentarfilme | Onlinedossier

MDR-Zeitreise

Logo der MDR-Sendereihe: Zeitreise
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Anlässlich des 50. Jahrestages des Prager Frühlings gibt es begleitend zur Sendereihe Zeitreise im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) ein multimediales Dossier zu den Ereignissen in der CSSR, deren Wahrnehmung in der DDR und deren Erinnerung heute. In Videos, Artikeln und Interviews kommen bekannte ostdeutsche Zeitzeugen wie Bernd Lutz Lange oder Gerd Poppe zu Wort, die 1968 in Prag waren oder gegen die brutale Niederschlagung der Reformbewegung in der DDR protestiert haben. Aber auch die Hintergründe der Ereignisse durch Expertenanalysen werden beleuchtet. Demnach war die gewaltvolle Besetzung der CSSR durch die Truppen des Warschauer Paktes und damit das Ende des „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ für viele Menschen im ganzen sowjetischen Einflussbereich ein Grund sich enttäuscht von den reformverweigernden Regimen abzuwenden. Viele Stimmen die zu Wort kommen, schätzen die Bedeutung des Prager Frühlings als Erfahrungsraum für die Protest- und Oppositionsbewegungen der 1980er-Jahre und somit zum Zusammenbrechen des Ostblocks als besonders hoch ein. Allerdings zeigt das Dossier anhand von Schülergesprächen auch, wie wenig die Besetzung von Prag im historischen Bewusstsein von Jugendlichen in Deutschland und Tschechien heute verwurzelt ist.