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Kolyma - Ein skurriler Roadtrip durch Sibirien

Dokumentarfilme | Dokumentarfilm

Stanislaw Mucha

Trailer "Kolyma - ein skurriler Roadtrip durch Sibirien"

Kolyma ist ein 2129 Kilometer langer Strom im Osten Sibiriens. Das Gebiet um den Kolymastrom war die Region mit der insgesamt größten Anzahl sowjetischer Arbeitslager und zugleich die mit den schwersten Bedingungen für die Inhaftierten. Ab den 1930er-Jahren bis 1987  bestand das Lagersystem, in dem circa 1 Millionen Strafgefangene für die Gewinnung von Gold, Zinn oder Uran unter unmenschlichen Bedingungen eingesetzt waren. Über 100.000 dort Gefangene erfroren oder verhungerten während ihrer Haftzeit. Die Leichname wurden meist nur am Rand der 2.000 km langen Kolyma-Straße verscharrt. Sie wird deshalb auch als der längste Friedhof der Welt oder als „Die Straße der Knochen“ bezeichnet, da beim Bau dieser Straße viele Menschen ums Leben kamen. Die Zeit bis 1987 stellt ein verdrängtes Kapitel innerhalb der russischen Geschichte dar. In seinem Dokumentarfilm „Kolyma – Ein skurriler Roadtrip durch Sibirien“ begibt sich der Regisseur Stanislaw Mucha auf eine Reise durch Kolyma. Ziel des Films ist es, das Leben in der Region heute zu beleuchten. Der Regisseur führte Gespräche mit den Bewohnern der Region und interviewte die Menschen zu Gegenwart und Vergangenheit. Wie leben die Menschen dort? Wie verdienen sie ihren Lebensunterhalt? Was wissen die Menschen über die Zeit der Gulags? Stanislaw Mucha zeichnet ein Porträt dieser Region, der stets die Schatten der stalinistischen Repression anhaften. Noch heute existieren die Überreste der Lager und erinnern an die Vergangenheit. Seit dem 21. Juni 2018 ist der Film in den deutschen Kinos zu sehen. Der 85-minütige Dokumentarfilm wurde 2018 auf dem „Achtung Berlin“-Filmfestival als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Die Dokumentation ist eine Koproduktion von TAG/TRAUM Filmproduktion, ZDF/3Sat und dem Hessischen Rundfunk und wurde durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Film- und Medienstiftung NRW, DFFF und der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Land, Jahr, Spieldauer

Deutschland, 2017, 85 Minuten