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Ljubov’ i nenavist’ / Liebe und Hass

Spielfilme

Albert Gendelstein

Ljubov’ i nenavist’ / Liebe und Hass

Der Film “Liebe und Hass” spielt in einem Dorf im Donbasss im Jahr 1919. Angesichts der immer weiter vorrückenden Weißgardisten zieht sich die Rote Armee aus den Bergbaugebieten zurück. Die männliche Bevölkerung zieht nach. Die Frauen und Kinder der Region bleiben allein zurück und sind mit der Willkür und Gewalt der Soldaten konfrontiert, die die Minen für sich nutzbar machen wollen und die verbliebenen Menschen zur Arbeit in diesen zwingen. In dieser Situation bildet sich Widerstand unter den Frauen; sie formieren sich zur Guerilla und verwandeln ihr Dorf in eine nicht zu erobernde Festung. Regisseur Albert Gendelstein, ein Schüler des berühmten sowjetischen Stummfilmregisseurs Sergej Eisenstein, produzierte “Liebe und Hass” im Jahr 1935, der Zeit des Übergangs vom Stumm- zum Tonfilm. Dieser Übergang ist erkenntlich in den weiten Strecken des Filmes, die ohne Dialoge auskommen und dafür Gebrauch von den Kompositionen Schostakowitschs machen. Den historischen Hintergrund der Handlung liefern die Kampfhandlungen zwischen Menschewiki und Bolschewiki im südlichen Russland im Jahre 1919. Unter General Anton Denikin drängen die Weißarmisten die Rote Armee zunächst weit nach Osten zurück, bis sich Ende des Jahres die Situation wieder zu Gunsten der Bolschewiki wendet.

Land, Jahr, Spieldauer

UdSSR, 1935, 78 Min.