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Streik

Стачка (Statschka) (OT)

Spielfilme | Stummfilm

Sergei Eisenstein

Österreichisches Uraufführungsplakat zum Film Streik (Statschka), Regie: Sergei Eisenstein, Plakatentwurf: Mihály Biró, 1925
Österreichisches Uraufführungsplakat zum Film Streik (Statschka), Regie: Sergei Eisenstein, Plakatentwurf: Mihály Biró, 1925

Der Stummfilm Streik aus dem Jahr 1925 des einflussreichen sowjetischen Regisseurs Sergej Eisenstein gehört zu den früheren Werken seines Œuvres. Es ist der erste längere Spielfilm von Eisenstein, in dem aber bereits filmtheoretisch die ersten Ansätze der für das frühe sowjetische Kino typischen Montagetechnik zu erkennen sind. Die Handlung ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts im russischen Zarenreich angesiedelt. Nach dem Suizid eines Fabrikarbeiters treten die Kollegen und Kolleginnen in einen wilden Streik. Sie protestieren für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn. Die autoritären Fabrikbesitzer lassen den Streik gewaltsam vom Militär niederschlagen. Der Film bedient sich einer an Klassenkampf orientierten Rhetorik und Bildsprache. Dieser vor dem Hintergrund der Erfolge von Eisensteins Klassikern (Oktober, Iwan der Schreckliche, Panzerkreuzer Potemkin) nicht im Fokus der Aufmerksamkeit stehende Film, kann trotzdem als wichtiges audiovisuelles Quellendokument zur frühen sowjetischen Propaganda gelten.